Grüne fordern: Keine Zerstörung des Peezer Bachs und der Oldendorfer Tannen für den Hafenausbau

Im Rahmen der geplanten Erweiterung des Rostocker Überseehafens soll es zu einer massiven Zerstörung der Oldendorfer Tannen kommen. Zusätzlich soll der gesamte Mündungsbereich des Peezer Baches mit dem angrenzenden Küstenüberflutungsmoor weggebaggert werden. Das geht aus der Antwort des Hafen- und Seemannsamtes auf eine Anfrage der GRÜNEN Fraktion hervor. Darin stellt das Amt unter anderem selbst fest: „Die Zerstörung und der vollständige Verlust des Moorbodens mit einhergehenden Folgewirkungen wie C02-Freisetzung stellen eine irreversible erhebliche und nachhaltige Beeinträchtigung und den gravierendsten, nicht kompensierbaren Konflikt zum Schutzgut Boden dar.“

Portät Andrea Kroenert

Dazu Andrea Krönert, Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses: „Intakte Moore lagern über Jahrtausende CO2 ein und sind darum für den Klimaschutz immens wichtig. Es kann nicht sein, dass wir alle von Klimaschutz reden und gleichzeitig in Rostock eine Moorfläche mit einer Gesamtgröße von 82 Hektar für den Hafenausbau zerstören wollen. Damit würden bis zu 6.000 Tonnen CO2 pro Jahr und enorme Mengen Lachgas freigesetzt werden, das rund 300-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid ist. Für das Ziel einer klimaneutralen Stadt bis 2035 wäre das ein großer Rückschlag.
Die Salzwiesen- und Salzröhrichtbestände sind zudem gesetzlich geschützte Biotope und in dieser Form einmalig für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Durch den Hafenausbau würden wir den einzigartigen Lebensraum von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zerstören. Die Verwaltung räumt selbst ein, dass eine Kompensierung dieser Zerstörungen kaum möglich ist.

Der Hafen ist ein sehr wichtiger Wirtschaftsstandort für unsere Stadt. Wir sind aber nicht überzeugt davon, dass die vorhandenen Flächen bereits optimal genutzt werden. Ein weiterer Ausbau kann heutzutage nicht mehr auf Kosten wertvoller Naturräume gehen. Wir Grüne fordern daher den Erhalt der Oldendorfer Tannen und des Moores rund um den Peezer Bach.“

Antwort der Stadtverwaltung auf die Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

https://ksd.rostock.de/bi/vo020?VOLFDNR=1021546

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