17.06.2020

Kein grundsätzliches Umschwenken auf Einfamilienhäuser

Die GRÜNEN in der Rostocker Bürgerschaft wollen bei Neubauprojekten weiterhin vor allem auf Mehrfamilienhäuser setzen. Andrea Krönert, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Rostock hat nur eine begrenzte Fläche. Darum führt Wohnungsbau immer zu Konflikten mit anderen wichtigen Anliegen wie zum Beispiel Naturschutz oder dem Erhalt von Kleingärten. Unser Ziel muss darum sein, flächensparend und zugleich attraktiv zu bauen. Wir haben in Rostock einen Anteil von rund 15 Prozent Einfamilien- und Reihenhäuser. Diese Quote sollte auch bei Neubauten erhalten bleiben, sehr gern auch mit neuen Konzepten wie Tiny Houses. Aber ein grundsätzliches Umschwenken auf den Einzelhausbau wäre der falsche Weg. Das löst weder die sozialen noch die ökologischen Probleme der Stadt.

Einfamilienhäuser haben einen enormen Flächenverbrauch. Das betrifft die Grundstücke selbst, aber auch die Erschließung durch Wege und Straßen für vergleichsweise wenige Bewohnerinnen und Bewohner. Es macht schon einen Unterschied, ob eine Fläche wie am Werftdreieck mit 100 Einfamilienhäusern oder aber 700 Wohnungen bebaut wird. Wir haben in Rostock nach wie vor einen großen Mangel an preiswertem Wohnraum. Vor allem für Familien mit Kindern fehlt es an 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen. Dagegen helfen nur ein höheres Angebot und ein Anteil an sozialem Wohnungsbau.

Nach der neuesten Bevölkerungsprognose erwarten wir einen geringeren Anstieg der Bevölkerung. Die Reaktion darauf kann aber nicht sein, alle für die Zukunft geplanten Bauflächen nun mit kleineren Häusern zu versehen. Vielmehr muss es dann darum gehen, mehr Grünflächen und Kleingärten zu erhalten, als in den bisherigen Zukunftsplänen vorgesehen.“

Kategorien:Rostock Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Familie und Soziales
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